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Im Jahr 2004
entstand ein Neubau in der Norderstraße 50 in dem sich das Herz As
heute befindet.
Mit Wirkung zum
01.01.2007 wurde der Geschäftsbetrieb des Verein Herz As Hamburg
e.V. auf die von der Stadtmission Hamburg gegründete Herz As
Hamburg gGmbH übertragen. Die Aktivitäten des Verein Herz As und die
damit verbundene Verantwortung, insbesondere durch den Neubau der
Tagesaufenthaltsstätte, haben eine Größenordnung erreicht, die eine
Neuorganisation des "Unternehmens Herz As" erfordern. Ziel ist es
mit Hilfe eines neuen Rechtsträgers und der Nähe der Stadtmission
Hamburg eine langfristige Perspektive und professionelle Begleitung
der Arbeit zu gewährleisten. Gleichzeitig wurde der bestehende
Verein in einen Förderverein für Herz As umgewandelt.
Doch die
Geschichte des Herz As begann bereits in den 70er Jahren:
Die Idee, eine
Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose zu gründen, stammt aus dem
Ende der 1970er Jahre, als mehrere mit dem Problem konfrontierte
Mitarbeiter der Kirchen und der Bahnhofsmission, darunter die
Hauptpastoren Malsch und Quest, einen Anstieg der Obdachlosigkeit
bemerkten. Aus persönlichem Engagement ergab sich der Plan, ein
Pendant zur Übernachtungsstelle Pik As zu schaffen, um
Grundbedürfnisse der wohnungslosen Menschen, wie den Schutz vor
Witterung, eine warme Mahlzeit, Möglichkeit zur Körperhygiene etc,
zu befriedigen. Mit Frau Wienefeld und vielen Helfern aus dem Kreis
der Wohnungslosen konnte die Tagesaufenthaltsstätte im Mai 1981
eröffnet werden. Ferner sollte Herz As auch beraten und die Menschen
auf ihrem Weg zurück in die soziale Integration unterstützen. Alle
diese Leistungen erfüllt die Tagesaufenthaltsstätte auch heute noch.
Zuerst einmal
musste das Problem des Ortes und der Unterbringung geklärt werden.
Es fand sich ein nicht genutztes Grundstück der Stadt in der
Wetkenstraße und ein leerstehender Pavillon, die ehemalige
Interims-Geschäftsstelle des Hamburger Abendblattes, den der Axel
Springer Verlag dem Herz As stiftete. Die Versetzung des Pavillons
in die Wetkenstraße und seine Einrichtung wurden durch Spenden
ermöglicht, allerdings verzögerte der harte Winter 1980/81 die
Arbeiten.
Die Trägerschaft
übernahm zunächst die Hauptkirche St. Michaelis, um schnelle
Entscheidungswege zu gewährleisten; später ging sie auf den Verein
Herz As Hamburg e.V. über. Die Finanzierung erfolgte überwiegend aus
staatlichen Mitteln, den Restanteil bringt der Verein aus
Eigenmitteln auf. Davon wurden zu Beginn 1,75 Stellen finanziert.
Heute sind im Herz As drei Sozialpädagogen, eine Verwaltungskraft
und ein Kreis von Ehrenamtlichen, der sich zum Teil aus den
Besuchern der Tagesaufenthaltsstätte zusammensetzt, tätig.
Nach fünf Jahren
musste das Herz As seinen angestammten Platz räumen, da der Verlag
Gruner & Jahr dort bauen wollte. Der Vorstandsvorsitzende des
Vereins, Dr.Hans Ohlendorf, erreichte in Verhandlungen mit der
Stadt, dass Herz As unentgeltlich ein neues Grundstück in der
Norderstraße zur Verfügung gestellt bekam und der Pavillon dorthin
versetzt wurde. Doch der mittlerweile baufällig gewordene Pavillon
reichte nicht mehr aus, so dass er durch den Neubau ersetzt wurde. |